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sz.20.04.2007

 

Alte Stadtstandarte soll ins Museum


RIEDLINGEN - Am kommenden Samstag hat sie ihren ersten Auftritt, die neue Fahne der Bürgerwehr Riedlingen. Die alte, die historische
Stadtstandarte wurde außer Dienst gesetzt. Auch weil nun ihr Alter bekannt wurde: Teile der Standarte wurden vor der französischen Revolution erstellt.
Die Fahne soll nun ins Stadtmuseum.

Bislang hat die Bürgerwehr Riedlingen bei ihren Auftritten stets die historische Standarte der Stadt mitgeführt.
Das allein hat schon da und dort für Aufsehen gesorgt. "Wir sind öfters darauf angesprochen worden, dass wir ein Original dabei haben",
sagt der Hauptmann der Bürgerwehr, Peter Bucher. Zum einen wurde dies an der Fahnenstange erkannt, die aus einem einzigen Stück besteht
(heute sind die immer zweigeteilt). Zum anderen ist die Standarte schon etwas verblasst.

Also wurde sie zum Restaurieren nach Biberach zu einem spezialisierten Unternehmen gebracht. Und dort kam es ans Licht:
Teile der Standarte sind schon über 250 Jahre alt. Anhand der Sticktechnik habe der Experte das Datum bestimmen können,
sagt Bucher. Bucher zeigte sich von dem Alter denn doch überrascht. Er hätte auf eine Zeit nach 1806, im Königreich Württemberg getippt,
sagt Bucher. Denn eine Seite der Standarte zeigt Württemberger Geweihstangen. Doch dieses Motiv gehe zurück
bis ins Mittelalter, habe ihn der Experte aufgeklärt.

 

Die alte Fahne soll, so das Ansinnen von Bucher, ins städtische Museum "Schöne Stiege" gebracht werden.
"Ich werde mich dafür stark machen, dass sie öffentlich zugänglich gemacht wird. Es gibt keinen anderen Platz dafür", so Bucher.
Mit Museumsleiter Winfried Aßfalg habe er schon gesprochen. Dabei kann die alte Fahne nicht mehr restauriert werden.
Das alte Fahnentuch sei teilweise gerissen. Dort neues draufzusetzen, käme einem Flickenteppich gleich.

 

So hat die Bürgerwehr nun eine neue Fahne angeschafft, dem Original nachempfunden.
Auf der einen Seite das Stadtwappen, auf der anderen Seite die Württemberger Geweihstangen. Auch die Spitze,
der österreichische Doppeladler, gibt es. Das Wachsmodell dafür wurde von Gerold Jäggle gemacht --im Austausch für den Stamm
eines Walnussbaums. Und gegossen wurde das Ganze bei Feinguss Blank, so Bucher. Rund 7000 Euro kostet die Fahne,
rund Zweidrittel davon seien durch Spenden finanziert, so Bucher.

Am kommenden Samstag soll die Fahne erstmals öffentlich präsentiert werden. Um 19.30 Uhr tritt die Bürgerwehr mit Uniform auf dem Marktplatz an.
Um 20 Uhr findet dann die Korpsversammlung im Hotel "Brücke" statt.

 

Serenade am 6. Juni

 

Derzeit hat die Bürgerwehr 29 Mitglieder, der Spielmannszug sechs. Aber bis zur Serenade am 6. Juni,
an der die Stadtkapelle und Abordnungen der Bürgerwehren aus Munderkingen, Bad Saulgau, Mittelbiberach und Mengen teilnehmen, sollen sechs
weitere Spielmannszugmitglieder eingekleidet sein, so Bucher.

 

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wochenblatt 26.04.2007

 

Salut und andere Freuden


Mitten auf dem historischen Riedlinger Marktplatz schoss die Bürgerwehr Salut und zwar zu Ehren ihrer neuen alten Standarte.
Den Männern um Hauptmann Peter Bucher war dabei die Freude ins Gesicht geschrieben. Zusammen mit dem Spielmannszug
unter Leitung von Andreas Dangel marschierten sie danach zur Korpsversammlung im Hotel "Brücke",
um alle Funktionsträger einstimmig wiederzuwählen.


Generäle kommen


Beeindruckt war der gebürtige Riedlinger und heutige Generalinspekteur der Bundeswehr,
General Wolfgang Schneiderhan vom Auftritt der Bürgerwehr beim Stadtjubiläum 2005. Jetzt kommt er wieder und trifft sich beim Stadtfest,
das am 30. Juni und 1. Juli stattfindet, mit dem Chef des Generalstabs in Österreich, General Roland Ertl .
Eine Begegnung in Riedlingens Partnerstadt Pöchlarn war der Anlass.
Schon da gewesen ist dagegen Professor Dr. Jürgen Schneider und zwar als Referent der SRH-Fernhochschule.
Über "Raffkes" unter den Managern sprach der Doktor der Philosophie. Dass er zu jenen gehört, die Gutes tun, verriet die Rektorin der FH,
Professorin Dr. Julia Sander . Schneider nämlich verzichtete auf Honorar und Reisespesenersatz und brachte das Geld als erster Stifter in einen Fonds
für bedürftige Studenten ein!


Neues Domizil


Finanziell engagiert hat sich auch die Kreissparkasse und zwar in Sachen Kunst. Sie erwarb für 5 000 Euro die fünf farbigen
Glasmosaiken von Suzanne Philidet und platzierte sie äußerst dekorativ an die Fensterwand zur Kirche. Die Kunstwerke sind das
Ergebnis einer Leader-Aktion aus dem Jahre 2000. Das Ziel der Künstlerin damals war es, herausragende Merkmale der
Stadt Riedlingen und ihrer Umgebung in ihrem Kunstwerk zu verarbeiten.
Dies ist ihr in den fünf Tafeln "Kelten", "Wald", "Fachwerk", "Donau" und "Barock" sehr gut gelungen.
Fünf Jahre lang sollten die Kunstwerke vor Ort bleiben. In Riedlingen geschah dies im Info-Pavillon. Das Engagement der Kreissparkasse
macht den endgültigen Verbleib möglich. Filialdirektor Gerhard Reichelt über den neuen Platz: "Es sieht echt toll aus".


Ausstellung


Mit positiver Resonanz darf auch Simone Schulz rechnen. Die Leiterin der Jugendkunstschule Riedlingen stellt
vom 30. April bis 15. Juni im "Haus des Landkreises" in der Schillerstraße in Ulm unter dem Titel "Eigene Wege" Bilder, Skulpturen und Plastiken aus,
die in den vergangenen Jahren entstanden sind. Eröffnung ist am Sonntag, 11. Uhr.

Erschienen am Donnerstag, 26. April 2007

 

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wochenblatt 19.04.2007

 

Komplimente

Wäre die Stadt Riedlingen eine junge Dame, sie hätte erröten müssen ob der Liebeserklärungen bei der Eröffnung der Ausstellung
"Wohnen im Zentrum" mit ausgezeichneten Wettbewerbsarbeiten aus dem ganzen Land. Am meisten geschwärmt hat Filialdirektor Gerhard Reichelt
als Hausherr der Kreissparkasse, der bekannte: "Ich liebe Riedlingen" und finde es "unheimlich schön". Und er rühmte erfolgreiche Aktionen und Akteure,
die sich um das Image der Stadt kümmerten. Unter ihnen war auch Winfried Aßfalg . Mit einem seiner Bücher beschenkte
Reichelt den Referenten des Abends, den Architekten Mario Flammann .
Als Fan von Riedlingen gab sich auch Stadtbaumeister Johann Suck zu erkennen, der sanierte Projekte in der Altstadt vorstellte,
aber auch zeigte, wo noch Bedarf besteht. Gelobt wurden nicht zuletzt von Bürgermeister Hans Petermann die bei dem Wettbewerb
ausgezeichneten Seniorenwohnanlagen und deren anwesende Mitinitiatoren Christian Bürk und Josef Martin und er erwähnte auch jene,
die zur Zeit der Entstehung das Sagen hatten: Hans-Georg Bosem als Bürgermeister und Elmar Hosch als Stadtkämmerer.


Elitekapelle


"Ehemaligen" gehörte die Aufmerksamkeit auch beim Jubiläumskonzert der Kreisjugendmusikkapelle in Bad Buchau, dessen Saal
die sitzenden, stehenden und sich auf Stufen niedergelassenen Besucher kaum aufnehmen konnte. Allen voran war es neben
dem ersten und langjährigen Dirigenten Franz Barthold Dr. Wilfried Steuer , der in seiner Zeit als Landrat die Kapelle gegründet hat.
Sie habe sich zur "Elitekapelle" entwickelt, betonte Landrat Dr. Heiko Schmid und freute sich, auch seinen Vorgänger Peter Schneider
mit Frau Rosemarie als Zuhörer begrüßen zu dürfen. Außer dem Dirigenten Tobias Zinser und den 85 Musikern und Musikerinnen war
insbesondere Gerhard Schust als Organisationsbeauftragter der Kreisjugendmusikkapelle gefordert, weil auch so einige Promis
vergeblich nach einem Sitzplätzchen suchten. Er wurde zum Schluss des hochkarätigen Konzertes verabschiedet und hätte als
besondere Ehre den Kreismarsch dirigieren dürfen, entschwand aber schnell von der Bühne, so dass diese Aufgabe Zinser blieb.
Wie muss da das Herz von Dr. Steuer geblutet haben. Doch immerhin: Als die "Nationalhymne des Landkreises Biberach" erklang
und das Kreislied angestimmt wurde, erhob sich Dr. Steuers Frau Lisa von ihrem Platz und alle anderen taten es ihr nach!


Neue Standarte


Als Mitglied Nummer 1 der Bürgerwehr Riedlingen steht dem Pensionär und Studenten gleichermaßen am Samstag wieder ein besonderes
Ereignis bevor. Die Bürgerwehr stellt ihre neue Fahne vor, hat ein Restaurator doch entdeckt, dass die historische Standarte der Stadt
mehr als 200 Jahre auf dem Buckel hat und ins Museum und nicht auf die Straße gehört. Deshalb wurde von
Bürgerwehr-Hauptmann Peter Bucher eine neue bestellt, deren Farben dann auch frischer erscheinen werden.
Die Motive bleiben freilich gleich: als württembergische Zeichen die drei Hirschstangen und die Königskrone auf der einen
Seite und das Stadtwappen mit den zwei schräg gekreuzten Rudern und dem Habsburger Löwen auf der anderen.
Mit Zuwendungen des "alten" Landrats und neuen Sparkassenpräsidenten Peter Schneider und seines Nachfolgers
Dr. Heiko Schmid aus Mitteln der Oberschwäbischen Elektrizitätswerke kann die Neuanschaffung
für 7 000 Euro weitgehend finanziert werden.


Bürgerwehr marschiert


Zu Gesicht bekommen die Riedlinger die Standarte bei ihrer Übergabe am Samstag um 19.30 Uhr auf dem Marktplatz.
Danach marschieren die Männer der Bürgerwehr und der Spielmannszug zur Korpsversammlung ins Hotel "Brücke".

Erschienen am Donnerstag, 19. April 2007

 

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wochenblatt 28.09.2006

Gewählt, gebadet, gesungen

Rita Keller aus Schwendi darf sich auch weiterhin auf die "besten Pralinen der Welt" freuen,
wenn sie als Vizepräsidentin des Bundes der Selbständigen Baden-Württemberg in Riedlingen weilt. Beim Landesverbandstag in Stuttgart-Vaihingen
nämlich wurde sie auf weitere vier Jahre in diesem Amt bestätigt.


Keine Pralinen, dafür aber ein Video mit den Impressionen "Entlang der Donau" von SWR 3 durften nach dem Gelöbnis
des I. Luftwaffenausbildungsregiments 3 Mengen/ Hohentengen Umweltministerin Tanja Gönner und der bisherige
Bataillonskommandeur Oberstleutnant Dr. Klaus Jürgen Haffner aus der Hand von Riedlingens Bürgermeister Hans Petermann
entgegennehmen, während der neue Kommandeur Oberstleutnant Frank Reiland mit einem Bildband über Riedlingen,
plus Einladung zur Stadtführung, beschenkt wurde. Schließlich gilt es stets, auf die Schönheiten der Region aufmerksam zu machen.
Tanja Gönner freilich sind die bewusst, was sie veranlasst hatte, den jungen Rekruten die "malerische Raumschaft"
und Kontakte zu den Einheimischen ans Herz zu legen.


Sie dagegen konnte sich davon überzeugen, dass bei der Bundeswehr Kavaliere an der Tagesordnung sind.
Hatte ihr zunächst Hauptmann Matthias Schult , der für die Durchführung des Gelöbnisses verantwortlich war,
ihre Handtasche abgenommen, damit sie ohne dieses weibliche Attribut die Front abschreiten konnte,
so war es kein Geringerer als der bisherige Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Dr. Klaus Jürgen Haffner,
der ihr die Tasche zum Empfang ins Rathaus nachtrug!
Das Gelöbnis bedeutete auch für die Riedlinger Bürgerwehr einmal mehr die Gelegenheit eines großen Auftritts
und das erstmals mit Spielmannszug in der Heimatstadt! Mit ernsten Gesichtern waren die Männer bemüht, die Befehle
korrekt auszuführen. Doch für zwei war das Gelöbnis ganz einfach zu lang und sie mussten - wie auch einige Rekruten -
von den Sanitätern behandelt werden. Dies geschah äußerst diskret und dennoch nicht ganz unbeobachtet. Deshalb die Empfehlung
an Hauptmann Peter Bucher : künftig nicht nur das Marschieren und Präsentieren zu üben, sondern auch das ausdauernde Stillstehen!

Geheimnis und Gerücht


Das freilich war von den "Söhnen Edgars" bei ihrem A-capella-Auftritt in Bad Buchau nicht gefordert.
Proppenvoll war das Bischof-Sproll-Haus als Markus Lutz - im zivilen Beruf evangelischer Pfarrer in der Kurstadt - mit seinen
drei Brüdern und dem Schwager auftrat. Ob Mozart oder Haydn, "instrumental" mit Lippen und Stimmbändern "gespielt",
Volkslieder, Rockiges, Melodien im Stile der Comedian Harmonists oder eigene Titel, was die fünf Männer auf die Bühne und ins Publikum brachten,
das gefiel außerordentlich, nicht zuletzt der witzigen Texte wegen. Sie stammen aus der Feder von Christoph ,
dem Sozialpädagogen, und sind mitten aus dem Leben gegriffen.Die Töne dazu lieferte Friedemann , der Lehrer.
Ob die beiden, der Pfarrer Markus , der Förster Johannes oder der Winzer Thomas , alle waren sie auch solistisch zu hören,
während die anderen den Chor bildeten oder Instrumente imitierten. Mehr als zwei Stunden unterhielten "Die Söhne Edgars"
ein gutgelauntes Publikum und blieben nur eine Frage schuldig: Wer ist der Schwager unter den Brüdern? Verraten sei eins: Es ist ein Gerücht,
dass er erst nach einer Gesangsprobe in den Schoß der Familie aufgenommen worden ist.
Der Wahrheit entspricht dagegen, dass Riedlingens Bürgermeister Hans Petermann und Stadtrat Joachim Reis bei der Kanufahrt
auf der Donau baden gegangen sind. Doch diesmal war es nicht die beim Gässlesrennen häufig beobachtete Hektik
des Schultes, die zum Kentern des Bootes führte. Es war eine gute Tat und zwar des stellvertretenden
Obermarchtaler Bürgermeisters Anton Röller . Als Mitglied der Leader-Aktionsgruppe war auch er mit von der Partie
und wollte seinen beiden Mitfahrern in Munderkingen vom Boot ans Ufer helfen und reichte ihnen seine Hand. Was gut gemeint war,
endete im Wasser. Doch niemand nahm?s krumm. Schließlich hatte Stadtrat Werner Blank als geübter Bootfahrer vorgesorgt und
trockene Kleidung in einem wasserdichten Fass beim Naturerlebnis pur parat. Was will man mehr? Waltraud Wolf} Strahlende Gesichter
beim Empfang nach dem Gelöbnis: Ehrenbürger und Altlandrat Dr. Wilfried Steuer, Bürgerwehr-Hauptmann Peter Bucher,
Lisa Steuer und Umweltministerin Tanja Gönner (v.l.n.r.)

Erschienen am Donnerstag, 28. September 2006

 

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wochenblatt 07.07.2005


Invasion von Komplimenten



Das war ein Geburtstagsfest! Und es wurden nicht nur viele gute Wünsche für die Zukunft der Stadt Riedlingen ausgesprochen,
die vor 750 Jahren gegründet worden ist. Es gab auch viele Komplimente, für Riedlingen selber, für die,
die für sie Verantwortung tragen und für ihre Bürger. Sie bedachte vor allem Ministerpräsident Günther Oettinger .
Er machte der Stadt am Sonntagmorgen seine Aufwartung und freute sich über die Fürbitte speziell für die Unterländer
im ökumenischen Gottesdienst. Das bürgerschaftliche Engagement zeichne die Stadt aus, lobte er. Und er zeigte sich von dem
"wunderschönen Stadtbild" beeindruckt. Um ihn und die anderen Ehrengäste kümmerten sich im Übrigen vier charmante Damen
der Stadtverwaltung im Outfit von Marketenderinnen. Christine Barth, Bettina Buck, Ursula Fundel und
Marlene Ernst präsentierten sich in Röcken und Blusen in den Stadtfarben, extra fürs Fest genäht!


Festredner Professor Dr. Franz Quarthal machte am Samstagabend deutlich, dass Riedlingen schon im 16. und 19. Jahrhundert
mit einer "einmalig schönen geschlossenen, von Fachwerkbauten bestimmten Donaufront" in den Bann zog.
Er hegte keinen Zweifel daran, dass Graf Wolfrad von Veringen , auf dessen Schenkungsurkunde vom 22. Juli 1255
die 750-Jahrfeier zurückgeht, auch der Stadtgründer war. Und: Die Stadt Riedlingen hat sich nicht aus einer älteren Siedlung weiterentwickelt,
sondern ist eine Gründerstadt. Zu dem Festabend war Altlandrat Dr. Wilfried Steuer übrigens mit einem Siegelring mit dem Riedlinger Stadtwappen
an der linken Hand erschienen. Den hatte ihm bei der Ernennung zum Ehrenbürger der damalige Bürgermeister Hans-Georg Bosem überreicht.
Dr. Steuer trug ihn zum ersten Mal und wahrscheinlich auch einmalig. Denn am Sonntag präsentierte
er sich wieder mit ungeschmückter Hand.


Bosem hatte es sich übrigens nicht nehmen lassen, den historischen Festzug zu bewundern. Sicher lockte ihn auch der
Besuch der großen Gruppe aus Pöchlarn, schließlich war er es, der den Kontakt zu ihr knüpfte und die Partnerschaft besiegelte.
Ihr Bürgermeister Alfred Bergner erkannte in den Bürgern der Stadt ihren "Jungbrunnen" und überbrachte als Geschenk
ein Kruzifix, von Johann Kuttner nach einem Plakat von Oskar Kokoschka geschnitzt, das Stadträtin Ilse Dörflinger an Bürgermeister
Hans Petermann überreichte. Der durfte einmal mehr strahlen, als Landrat Peter Schneider , MdL, ihm eröffnete, dass der Landkreis und die
Oberschwäbischen Elektrizitätswerke für den noch fehlenden Betrag aufkommen, um eine Nachbildung des Augustinus fertigen zu können.
Die Aufgabe wird dem Steinbildhauermeister Ulrich Brendler übertragen.
Bürgermeister Christian Nitzsch aus der thüringschen Partnerstadt Bürgel brachte in seine Gratulation den Dank für vielfältige Hilfe ein.
Regierungspräsident Hubert Wicker seinerseits wies auf die Hilfe hin, die das Land leistet und nannte hierbei zum Beisiel Mittel für die Stadtsanierung,
die geholfen hätten, aus der Altstadt "ein Juwel" zu schaffen.
Die Europaabgeordnete Elisabeth Jeggle empfand anhand der Akteure der Jugendmusikschule auf der Bühne
die "alte Stadt" als eine "junge Stadt, in der es sich gerne und gut leben lässt".
Den Festabend genießen durfte der in Riedlingen geborene Generalinspekteur der Bundeswehr, General Wolfgang Schneiderhan .
Er war davor und danach gefordert und gab der neugegründeten Riedlinger Bürgerwehr bei ihrem ersten offiziellen Akt, der Fahnenübergabe,
die Ehre und überreichte ihrem Hauptmann Peter Bucher sogar noch das persönliche Wappen des Generalinspekteurs.
Noch höher hat sein Soldatenherz sicher nach dem Festabend geschlagen, als er den Großen Zapfenstreich der Bad Saulgauer Bürgerwache
miterleben und mit Landrat Peter Schneider, Bürgermeister HansPetermann und Dr. Wilfried Steuer die Front abschreiten durfte.

Erschienen am Donnerstag, 07. Juli 2005

 

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wochenblatt 30.06.2005

 

Der Große Zapfenstreich zum Jubiläum



Die Bürgerwache Bad Saulgau beschert den Riedlingern zum Stadtjubiläum mit dem Großen Zapfenstreich ein besonderes Erlebnis.

Der Samstag ist für die Bürgerwehr Riedlingen ein herausragender Tag. Sie hat ihren allerersten offiziellen Auftritt
und das dann auch noch vor den Augen des obersten Soldaten der Bundeswehr, hat sich doch der Generalinspekteur der Bundeswehr,
General Wolfgang Schneiderhan, für den Festabend mit Vortrag und dem anschließenden Großem Zapfenstreich angekündigt.
Auch Regierungspräsident Hubert Wicker will hören, was Professor Dr. Franz Quarthal als Thema für seinen Festvortrag gewählt hat.
Der Festabend beginnt um 19.30 Uhr in der Stadthalle. Vor ihr tritt dann um 22.30 Uhr die Bürgerwache
Bad Saulgau mit Abordnungen der fünf Donaustädte vor der Stadthalle an. Erstmals mit dabei: die Bürgerwehr Riedlingen!


Eine weitere Bewährung zu bestehen hat sie am Sonntag beim großen Festzug. Ihre Uniformen,
die sie erst in der vergangenen Woche komplettieren konnten, wurden nach einer Beschreibung aus dem Jahre 1826 gefertigt.
Die Gewehre stammen noch aus jener Zeit. Sie sind im Besitz der Stadt und Peter Bucher hat sie sorgfältig restauriert.
Für die Kosten ihrer Uniformen kamen die Mitglieder selber auf.
23 Aktive zählt die Bürgerwehr und kann damit ihren ersten Zug stellen. Beim Stadtjubiläum kann sie zeigen,
was in den letzten Monaten eingeübt worden ist: die Formalausbildung mit allen militärischen Varianten, Schrittfolgen,
Kommandos und Übungen am Gewehr bis hin zum Salutschießen. Günther Hübler ist der Fahnenträger, dessen Ringkragen
wurde von einer Riedlinger Firma finanziert. Was der Bürgerwehr noch fehlt, ist ein Spielmannszug.
Dafür hat es aus dem Topf der Kreissparkassen-Spende zum Stadtjubiläum 2000 und jetzt aus der Dr. Wilfried-Steuer-Stiftung
eine Anschubfinanzierung von 1000 Euro gegeben. Mit Andreas Dangel steht auch schon der Tambourmajor fest, nur die Musiker fehlen noch:
Trommler und Pfeifer. Letztere sind Querflötenspieler, und weil dieses Instrument vorrangig Damen beherrschen,
verrät Hauptmann Peter Bucher: Beim Spielmannszug dürfen auch Mädchen mitmachen!}
An Dr. Wilfried Steuers 70. Geburtstag im Jahre 2003 schaute Peter Bucher (links) noch sehnsüchtig auf
die prächtigen Uniformen der Repräsentanten der Bürgerwache Bad Saulgau. Jetzt ist er als Hauptmann der
Bürgerwehr Riedlingen mit dabei, wenn die Bürgerwache anlässlich des
Riedlinger Stadtjubiläums zum Großen Zapfenstreich antritt.

Erschienen am Donnerstag, 30. Juni 2005

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